Gigi

Height: 176 Bust: 86 Waist: 63.5 Hips: 89 Eyes: green Hair: red
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Interview mit Gigi

von METRO Model Agentur Zürich

Zürich, Schweiz, November 2015

 

Wann hast du mit Modeln angefangen, und wie bist du dazu gekommen?

Im Gegensatz zu vielen anderen Models, habe ich als Jugendliche nie darüber nachgedacht, dass ich eines Tages mal als professionelles Model arbeiten könnte.
 Ich war zum Glück nie ein Außenseiter, bin aber trotzdem wegen meiner roten Haaren sehr oft gehänselt worden. Dadurch habe ich mich selber nie als schön empfunden und hätte mir nicht zugetraut in dieser Branche arbeiten zu können.
 Es war wirklich ein großer Zufall, dass ich auf der „You“ Messe in Essen entdeckt worden bin.



Ich war damals so stolz, meinen Papa nach einer gefühlten Ewigkeit endlich davon überzeugen zu können, mit mir auf die „You“ Messe in Essen zu fahren. Unbedingt wollte ich ein Autogramm von einem damaligen männlichen, Unterwäsche Model haben.
 Als ich aufgeregt in der Schlange stand und fast an der Reihe war, sprach mich eine Fotografin von der Seite an und fragte mich, ob ich selber schon mal darüber nachgedacht habe als Model zu arbeiten.
 Ich war so überrascht, das ich gar nicht wusste wie ich reagieren sollte. 
Mein Vater hat dann einen Termin mit ihr vereinbart. Wir sind extra für ein Test Shooting nach Hamburg gefahren.
 Sie hat mich an eine Hamburger Agentur weitergeleitet und plötzlich ging alles ganz schnell.



Was sind deine Hobbies?




Wenn ich mal Zeit zwischen meinen Castings habe, lese ich unheimlich gerne einen spannenden Krimi.
 Heutzutage klingt es fast altmodisch, aber ein interessantes Buch kann mich schon mehrere Stunden an mein Kindle fesseln. 
Ansonsten versuche ich meine Freizeit so viel wie möglich mit meinen langjährigen Freunden zu verbringen. Wir unternehmen dann gerne kleine Wochenendtrips zusammen oder treffen uns an einem Urlaubsort.
 Reisen ist definitiv nicht nur ein großer Faktor in meinem Berufsleben, sondern auch meine persönliche Leidenschaft.
 Persönlich bevorzuge ich allerdings Reiseziele die mich entspannen lassen, wie z.B. Afrika oder eine Rundreise durch Australien.


Was war das Erste, das du als Model gelernt hast?




Ich habe ziemlich schnell gelernt, dass es wichtig ist, die eigenen Grenzen zu kennen. Wenn man sich in einer Situation unwohl fühlt, sollte man lieber nein sagen.
 Wenn man anfängt, hat man oft Angst seine Meinung zu sagen. Man möchte als junges Model niemanden verärgern und setzt sich selber extrem unter Druck.
 Ich habe aber gelernt, dass gerade wenn man auch berechtigte Grenzen setzen kann, man häufig viel mehr respektiert wird. Auch meine Agenturen haben mich immer unterstützt, wenn ich mich bewusst gegen etwas entschieden habe.



Findest du es einfach, eine gute „Work-Life“ Balance zu halten?




Nein, gerade dadurch, das ich viel unterwegs bin, ist es manchmal schwierig den Kontakt zu meinen Freunden oder zu meiner Familie zu halten. 
Besonders mit dem Zeitunterschied von Europa zu den USA ist es nicht leicht zu kommunizieren. Mit den Jahren habe ich gemerkt, das es auch nicht einfach ist sich an Skype Verabredungen zu halten.
 Daher ist es meine Lösung einen Vertrag mit einer internationalen Handy Flatrate zu besitzen. Der Vertrag erlaubt es mir kostenlos von den USA nach Europa zu telefonieren. 
So kann ich immer mal kurz anrufen, wenn ich an jemanden denke, auch wenn es nur für fünf Minuten sein sollte.
 Das ersetzt natürlich trotzdem nicht den persönlichen Kontakt, aber während meiner Reisen muss ich mich damit zufrieden geben.



Hast du dich schon daran gewöhnt, dass du nicht immer weißt, was in den nächsten drei Tagen ansteht?




Ja und Nein. Natürlich gewöhnt man sich an den Umstand, dass man nie genau planen kann und immer irgendwie erreichbar sein muss.
 Trotzdem muss ich persönlich zugeben, wie ich mich immer wieder dabei erwische, dass ich überrascht bin, wenn sich jetzt doch kurzfristig Pläne ganz anders entwickelt haben als zuerst gedacht.
 Aber ich liebe meinen Job und finde es unheimlich spannend, dass ich nie weiß was morgen passieren kann.



Wer sind deine Vorbilder/Idole?




Ich bin ein großer Fan von Angelina Jolie.
 Sie ist zwar kein typisches Model, aber ich finde sie hat einfach diese unheimlich anziehende Ausstrahlung. 
Ich bewundere Ihren unermüdlichen Einsatz im Kampf um Gerechtigkeit und gegen Armut. 
Sie investiert viel in Ihre Projekte und man kann richtig fühlen, dass es Ihr nicht um Ruhm sondern um die Verbesserung von den Umständen geht, in denen viele Menschen in der dritten Welt aufwachsen. Für mich ist Sie eine Löwin. Stark und Stolz, nicht unterzubekommen. Das liebe und bewundere ich an Ihr.




Sammelst du die Magazine, in denen du abgebildet bist?




Wenn ich sie finde, dann definitiv. 
Manchmal braucht es aber auch ein bisschen Zeit, bis ich mich selber in den Magazinen erkenne. 
Ich denke dann oft, die kommt dir aber bekannt vor, bis ich realisiere, dass es ein Bild von mir ist. 


Auch wenn es mittlerweile zum Alltag geworden ist, bin ich doch immer wieder erstaunt und stolz wenn ich mich selber in einem Magazin entdecke. 
Ich freue mich dann, dass ich soweit gekommen bin.
 Ganz besonders meine erste Vogue zu kaufen, in der ich abgebildet bin, war ein besonderer Moment in meiner Karriere.



Welche fünf Gegenstände hast du auf deinen Reisen immer dabei?




Mein Kindle darf definitiv nicht fehlen! Ob lange Reisen oder Casting Tage, ein Kindle hilft die Wartezeit interessant zu gestalten.


 Ich habe eine Postkarte von meinen kleinen Geschwistern, die Sie mir vor einem besonders aufregenden Shooting geschrieben haben und vor meiner Abreise in meine Tasche gesteckt haben. Darauf steht, dass Sie stolz auf mich sind und ich nicht nervös sein brauche. Die habe ich immer dabei und lese Sie mir oft durch, wenn mich das Heimweh plagt. 


Ansonsten habe ich immer eine kleine Duftkerze dabei, die mir dabei hilft, mich auch in kahlen Hotelzimmern etwas zuhause zu fühlen.
 Sowie meine Handcreme und meine Sportsachen, falls ich Zeit habe Sport zu machen.





Was würdest du noch gerne erreichen, das du noch nicht erreicht hast?




Ich würde unheimlich gerne ein Vogue Cover haben. Leider schmücken die Cover heutzutage kaum noch Models, sondern eher sehr bekannte Celebrities.

Welche Anweisung eines Photographen ist dir am stärksten geblieben bzw. welches war die interessanteste Anweisung?




Ich finde bei jedem Shooting kann man dazu lernen. Es gibt einfach immer mal wieder Kleinigkeiten, die man an seiner eigenen Körperhaltung nicht so bewusst mitbekommt. Auch mit Lichtveränderungen ist es immer wieder interessant von dem Fotografen dazuzulernen.



Wenn du nur einen Designer tragen könntest, wer wäre es?


Ich muss sagen, momentan liebe ich den Style von Victoria Beckham.
 Auch wenn Sie viel kritisiert wird, finde ich haben Ihre Kollektionen einen guten Mix aus Eleganz und Weiblichkeit.
 Für mich die perfekte Kombination.

Welchen Rat würdest du denen geben, die gerade ins Model Geschäft einsteigen?




Nimmt das Business nicht zu ernst. Das Modell Geschäft ist eine tolle Möglichkeit zu Reisen und kann einem viele Türen öffnen, aber es ist auch sehr viel Arbeit und man wird ständig mit Anderen verglichen. Wenn man das alles zu Ernst nimmt und nicht auch mal über sich oder andere in dem Business lachen kann, dann hält man dem Druck nicht stand.

Danke für deine Zeit, Gigi, und wir hoffen, dich bald wieder in Zürich, Schweiz, in unserer Modelagentur zu sehen.