Werner Schreyer

Height: 179 Shoes: 44 Eyes: blue Hair: dark blonde
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Werner Schreyer

Werner Schreyer is one of only 5 distinguished male supermodels and legends of the industry, according to models.com: http://models.com/rankings/ui/SupersMen/2055#2055.

As a consequence, Werner enjoys high recognition value, as he’s been modeling and shooting movies across the world since the 1990s. Moreover, he’s the only male model to ever have graced the cover of French Vogue. Currently, he resides in Switzerland, where he is represented by METRO Model Agency Zurich.

Interview mit Werner Schreyer

Sie reisen um die ganze Welt – wo leben Sie derzeit?

Ich wohne in der Schweiz, in einem gemütlichen Mittelalterstädtchen in der Nähe von Zürich. Es ist klein und überschaubar, ich fühle mich dort sehr wohl.

Gibt es eine Sehnsucht nach der Heimat?

Eigentlich gar nicht.

Warum haben Sie Österreich verlassen?

Ich glaube, dass man seine Heimat verlassen muss, um mehr Weitblick zu erlangen. Zu Beginn meiner Karriere konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich komplett ins Modelbusiness will oder in die Schauspielerei. In Amerika hatte ich dann Einblick in die Branche. Viele wollten mich jedoch nicht nehmen.

Was war der Grund?

Für Commercials, sagte man mir, sei mein Gesicht zu schön. Sie wollten lieber ältere Typen mit mehr “Zeichnung” im Gesicht. Und auch beim Film war mein Typ nicht gefragt. Dann habe ich mich entschieden, nach Frankreich zu einem Actor-Studio zu gehen. Da habe ich dann einen Werbefilm im 70er-Stil mit Jeans und T-Shirt gedreht.

Wie sehen Sie den Job als Model?

Der Modeljob an sich ist ja eher langweilig. Mal sitzen, mal stehen, mal gehen, mal posen, wenig reden und immer wieder umziehen. Als Person wird man nicht wirklich wahrgenommen. Andererseits ist es auch ein toller Job. Hat man es geschafft, reist man sehr viel, lernt interessante Menschen kennen und verdient viel Geld für wenig Arbeit.

Werner Schreyer und das James Dean-Image: Hat Sie der Vergleich irgendwann einmal genervt oder gestört?

Nein, überhaupt nicht. Beim Modeln hat es mir immer sehr geholfen, bei der Schauspielerei war es vielleicht ein Hindernis.

Trotzdem haben Sie mit Stars wie Gérard Depardieu und Vanessa Paradis gespielt.

Ja, das war zu meiner Zeit in Paris, eine tolle Erfahrung und eine große Ehre. Ich hatte auch einmal das Glück, mit Mickey Rourke zu drehen, einem Mann, den ich sehr schätze. Aber es ging immer wieder zurück zum Modeln.

Zuletzt waren Sie als Wolfgang Joop-Darsteller für dessen filmische Biografie im Gespräch.

Joop ist ein toller Designer. Es hätte mich sehr interessiert, ihn zu spielen, aber seine Tochter meinte: “Alles, nur kein Model als Joop im Film.” Somit war das Projekt erledigt.

Wie lange haben Sie eigentlich in Paris gelebt?

13 Jahre, eine aufregende Zeit in den 80er-Jahren. Ich hätte damals gerne für YSL oder Dior geshootet, doch es kam Hugo Boss und die Agentur sagte: “Das musst du machen.” Und es war gut so.

Hat das Modeln ein Ablaufdatum?

Natürlich ist jedes Alter und jedes Gesicht interessant. Es gibt so viele tolle Typen. Beim Modeln gibt es natürlich den Unterschied zwischen Männern und Frauen. Männer haben es sicher leichter. Sie haben das Glück, länger arbeiten zu können.

Da müssen Sie sicher sehr auf Ihren Körper achten. Wie halten Sie sich fit?

Ich versuche so viel wie möglich, Sport in der freien Natur zu betreiben. Jeden Tag fünf Stunden, bestehend aus Aufbautraining und 150 Kilometern mit dem Rad für die Ausdauer. Wenn ich viel unterwegs bin, geht sich das natürlich nicht aus. Fitnessstudios meide ich.

Was war die spannendste Zeit in Ihrer Karriere?

Ich würde sagen, das waren die vergangenen paar Jahre. Ich habe jetzt einen viel gezielteren Weg. Ich hatte auch viel Glück, als Kind aus dem Gemeindebau so eine Karriere zu machen.

Wie motivieren Sie sich?

Indem ich mich mit guten Menschen umgebe.

Mit 18 wurden Sie von Starfotograf Mario Testino entdeckt. Was sagen Sie zu den gegenwärtigen Model-Castingshows im TV?

Schwierige Frage. Ich weiß es nicht. Die Shows sind teilweise realitätsfremd.

Was würden Sie Model-Anfängern raten?

Ich würde es besser finden, wenn man den jungen Mädels Model-Seminare mit Coachings anbieten würde.

Magersucht ist bei Frauen immer wieder ein Thema – bei Männermodels auch?

Nein, ist mir noch nie untergekommen.

Wer ist für Sie der größte Modeschöpfer aller Zeiten?

Valentino hat alle Schnitte, Karl Lagerfeld ist allgegenwärtig, doch ich mag die Mode nicht. Für mich ist es der Tunesier Azzedine Alaia, einer der letzten großen Couturiers. Er ist genial, ich war einmal in seinem Atelier.

Über welches unentdeckte Talent verfügen Sie?

Ich habe es auch noch nicht entdeckt…

by METRO Model Agency Zurich

Zurich, Switzerland, April 2016